Die Geschichte von Viagra

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Seit 20 Jahren gibt es Viagra und seitdem hat es das Liebesleben von Millionen von Menschen gerettet. Doch ursprünglich sollte das allseits beliebte Potenzmittel eigentlich ein Herzmedikament werden. Wie ist Viagra also entstanden? Wie genau wirkt es und was muss man als Konsument beachten?

Die Entdeckung von Viagra

Kaum zu glauben, aber Viagra erhielt sechs Jahre nach seiner Entdeckung sogar den Nobelpreis für Medizin. Neben Penicillin und der Röntgenstrahlung zählt Viagra heute zu den Top drei der skurrilsten Zufallsfunde. Alles begann ganz unscheinbar Anfang der 90er Jahre in der britischen Stadt „Sandwich“.

Der Pharmakonzern Pfizer ließ hier einen neuen Wirkstoff namens „Sildenafil“ untersuchen. Ein Forscherteam führte hierzu einige klinische Studien durch. Ursprünglich sollte Sildenafil Herz-Kreislauf-Erkrankungen behandeln, doch alles kam anders. Entgegen aller Hoffnung stellte sich am Ende der Studie heraus, dass das Medikament seine Wirkung verfehlte. Kurioserweise baten jedoch viele der männlichen Probanden, die an der Studie teilgenommen hatten, das Präparat auch nach Ablauf der Untersuchungen behalten zu dürfen.

Es stellte sich heraus, dass sich die Erektionsfähigkeit der Männer nach Einnahme von Sildenafil deutlich verbessert hatte. Alles deutete darauf hin, dass der Wirkstoff die Blutzufuhr in den männlichen Geschlechtsorganen verstärkte. Warum genau ausgerechnet eine potenzsteigernde Wirkung erzielt wurde, haben die Forscher erst im Jahre 1994 erklären können.

Der Pharmakonzern Pfizer erkannte schnell, dass der neue Wirkstoff ein großes Potenzial in sich trug. In nur zwei Jahren wurden 21 klinische Studien durchgeführt, an denen insgesamt 4500 Männer beteiligt gewesen waren. Noch bevor die Zulassung der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) ausgestellt war, wurden hunderte von Dankesbriefen ehemaliger Probanden verschickt.

Die Behörde behandelte den Antrag des Pharmakonzerns mit besonderer Priorität. Seit 1998 ist der Wirkstoff Sildenafil nun also unter dem Namen „Viagra“ auf dem Markt zugelassen. Nur ein Jahr später kam das Medikament auch in Deutschland an. Wie die Hersteller auf diesen Kunstnamen kamen, ist bis heute ein Rätsel. Manche vermuten eine Verbindung des lateinischen Begriffes für Stärke (vigor) und den Niagarafällen. Es könnte jedoch auch aus dem Sanskrit „vyaghra“ stammen, was ins Deutsche übersetzt „Tiger“ bedeutet.

Mit dem Durchbruch des Potenzmittels gelang es auch ein bisher strenges Tabuthema offen anzugehen. Allein in Deutschland sollen Millionen von Männern bereits an Erektionsstörungen gelitten haben. Bisher war es in diesem Fall nicht möglich gewesen einfach eine Pille zu schlucken. Heute ist Viagra in 120 Ländern verfügbar. Nachdem in den 60er Jahren mit dem Aufkommen der Antibabypille eine sexuelle Revolution ausgelöst wurde, vollzog sich nun eine zweite Welle sexueller Freiheit.

Die bisherigen Behandlungsmöglichkeiten von Potenzproblemen bestanden aus Injektionen direkt in die Genitalien, Vakuumpumpen oder Penisimplantaten, die während einer Operation eingesetzt werden mussten. All das war für die Patienten sehr belastend.

Die Erfolgsgeschichte des ersten Potenzmittels

Bereits in der ersten Woche haben Ärzte etwa 250 000 Rezepte auf das Präparat ausgeschrieben. Das Erscheinen von Viagra auf dem Mark löste sozusagen einen enormen Kaufrausch aus. Nach nur 7 Tagen hatten bereits 50 000 Menschen das Mittel gekauft. Nun war das Potenzmittel auch in Europa angekommen. In Asien stand Sildenafil erst einige Zeit später zum Verkauf frei. Hier waren die Männer jedoch mindestens genauso begeistert.

Die Geschichte von Viagra ist auch die Geschichte von großem kommerziellem Erfolg. Im ersten Jahr verkaufte der Pharmakonzern insgesamt Medikamente im Wert von einer Milliarde Dollar. Hierbei handelt es sich um ein erstaunliches Ergebnis, wenn man bedenkt, dass der Preis für eine Pille bei nur 8-10 Dollar liegt.

Doch der Erfolg sollte nicht abreißen. Im Jahr 2000 griffen mehr als 90% der Männer, die an erektiler Dysfunktion leiden, bevorzugt zu Sildenafil. Und nach nur 8 Jahren auf dem Markt erreichte der jährliche Gewinn beim Verkauf des Medikamentes schließlich sein absolutes Maximum im Wert von 2 Milliarden Dollar.

Doch im Jahr 2009 endete die Vorherrschaft von Viagra auf dem Markt der Potenzmittel. Die Konkurrenz schläft nicht und gestaltet den Markt mit. Zu den stärksten Konkurrenten zählen unter anderem die Marken-Medikamente Cialis und Levitra. Außerdem wurden neue Generika in Form von Gummi- und Kautabletten entwickelt, die sich durch ihre schnell eintretende Wirkung unterscheiden.

Trotz allem bleibt Viagra eines der am meisten verschriebenen Medikamente zur Behandlung der erektilen Dysfunktion. Das Präparat wurde ein Vorbild in Qualität und der Sicherheit, ja ein Idealbild für viele aktuelle Medikamente. Viagra hat damit das Vertrauen von Millionen von Männern gewonnen und ist fast schon ein Trend-Medikament geworden. Zudem sind Erektionsstörungen nun kein absolutes Tabuthema mehr. Sie finden immer mehr Aufmerksamkeit und Akzeptanz, nicht zuletzt, weil sie sich so unfassbar einfach behandeln lassen. Auch wenn der Weg dahin lang war, so hat sich die Medizin an den richtigen Stellen auch weiterentwickeln können.

Wirkung von Viagra

Viagra ist heute auch als ein sogenannter PDE-5-Hemmer bekannt. Im Penis herrscht eine hohe Konzentration des Enzyms PDE-51. Dieses Enzym baut den Botenstoff cGMP2 ab, welcher jedoch Voraussetzung für eine Erektion ist. Wie der Name vermuten lässt, gelingt es Sildenafil das Enzym PDE-51 zu hemmen. Infolgedessen wirkt der Blutfluss zum Penis verstärkt und die Schwellkörper können hart werden.

Anders als viele Klischees behaupten, ruft Viagra keine unkontrollierte Erektion hervor. Es verbessert lediglich die Funktion der Geschlechtsorgane. Sollte der Mann keine sexuelle Erregung spüren, kann auch durch die Einnahme des Präparates keine gewünschte Wirkung erzielt werden. Sexuelle Erregung ist also ein wichtiger Bestandteil, wenn es um die Wirkung von Viagra geht.

Einnahme und Dosierung

Die korrekte Einnahme und optimale Dosierung dient nicht nur einer guten Wirkung des Medikamentes, sondern nicht zuletzt auch der Gesundheit des Konsumenten. Viagra ist in drei verschiedenen Dosierungen erhältlich: 25 mg, 50 mg, 100 mg.

Die niedrigste Dosis wird vorwiegend Männern verschrieben, die bereits andere Medikamente regelmäßig einnehmen müssen. Hier geht es darum mögliche Wechselwirkungen zu verhindern. Auch besonders kleine oder schlanke Männer benötigen in der Regel eine geringere Dosis. In den meisten Fällen beginnen die Patienten jedoch mit der Einnahme von 50 mg. Etwa 70 Prozent dieser Männer erreichen damit auch ihre gewünschten Ergebnisse.

Männer, bei denen die bisherigen Dosen wirkungslos blieben oder die unter besonders starken Potenzproblemen leiden, dürfen auch 100 mg einnehmen. Statistiken zeigen, dass nördlich gelegene Länder, darunter Skandinavien und auch Deutschland, einen höheren Verbrauch an Viagra haben als beispielsweise südliche Länder. Das Land in dem am meisten Potenzmittel eingenommen werden ist kurioserweise Malaysia.

100 mg Viagra sind jedoch bereits die maximale Dosierung. Eine mehrfache Einnahme innerhalb eines Tages ist nicht vorgesehen. Der Körper benötigt eine gewisse Zeit, um die Wirkstoffe wieder abzubauen. Auch Jugendliche unter 18 Jahren dürfen keine Potenzmittel einnehmen, da diese ihre hormonelle Entwicklung nachhaltig stören können.

Grundsätzlich sollte allen Erektionsproblemen auf den Grund gegangen werden. Es kann sich um Symptome anderer Krankheiten, wie etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes handeln. Andererseits sind psychischer Stress, Eheprobleme oder Depressionen ebenfalls häufiger Grund für fehlende Erektionen. Die bisherige Krankheitsgeschichte ist in jedem Fall zentraler Bestandteil der Behandlung von Erektionsstörungen.

Auch der Zeitpunkt der Einnahme ist für die Wirkung von Viagra von großer Wichtigkeit. Das Präparat sollte etwa 30 Minuten vor dem Geschlechtsverkehr mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden.

Nebenwirkungen

Zu den Nebenwirkungen von Viagra zählen Beeinträchtigungen des Nervensystems. Das bedeutet, dass Patienten nach der Einnahme unter Kopfschmerzen und Schwindel leiden können. Auch Sehstörungen in Form einer verschwommenen Wahrnehmung und einer Veränderung des Farbesehens ist möglich. Ferner treten auch Gefäßerkrankungen in Form von Hitzewallungen und Rötungen der Haut auf. Im Bereich der Atemwege kann es zu einer verstopften Nase kommen. Verdauungsstörungen und Übelkeit können auch als Folge des Wirkstoffes auftreten.

Alkohol und die allgemeine Ernährung

Bei der Einnahme von Viagra spielt auch die Ernährung eine wichtige Rolle. Das Medikament sollte beispielsweise nicht in Kombination mit fettigen Nahrungsmitteln eingenommen werden. Die Aufspaltung des Präparates beginnt bereits im Magen. Dieser sollte also nüchtern sein, damit sich die volle Wirkung zeitnah entfalten kann. Hochkalorische Speisen etwa können das Einsetzen der Wirkung stark verzögern. Der Grund dafür besteht darin, dass Fett deutlich mehr Zeit braucht, um verdaut und abgebaut zu werden.

Auch bestimmte Bitterstoffe können die Wirkung des Medikamentes negativ beeinflussen. Grapefruitsaft kann beispielsweise dazu führen, dass bestimmte Enzyme im Kreislauf und Verdauungstrakt nicht richtig funktionieren. Dadurch wird der Abbau des Wirkstoffes verlangsamt und es kann zu einer Überdosierung kommen. Damit steigt auch ungewollt das Risiko möglicher Nebenwirkungen.

Alkohol und Viagra sind ein wichtiges Thema. Nach der Einnahme sollte stets auf den Konsum von Alkohol verzichtet werden. Es kann die Blutzufuhr in den Geschlechtsorganen hemmen und somit die eigentliche Wirkung des Medikamentes schwächen. Zudem steigert Alkohol die Risikobereitschaft. Unter Alkoholeinfluss kann schnell eine zu hohe Dosis eingenommen werden, was mitunter fatale Nebenwirkungen mit sich bringt. Wer Viagra einnehmen möchte, sollte stets einen klaren Kopf haben und konzentriert sein können.

Rezeptfrei Viagra kaufen

Viagra und alle mit diesem Medikament verwandten Generika sind in Deutschland und Europa erhältlich. Um eine Überschneidung mit anderen Medikamenten zu verhindern und Vorerkrankungen mit einzubeziehen, ist ein Besuch beim Arzt unerlässlich. Zudem können Erektionsstörungen lediglich ein Hinweis auf andere Krankheiten sein. Eine genauere Untersuchung ist in jedem Fall sinnvoll. Zudem muss eine optimale Dosis für den Patienten ausgewählt werden. Eine Überdosierung ist in jedem Fall zu vermeiden. Bei bestimmten Vorerkrankungen kann die Einnahme von Viagra sogar tödlich enden.

Online und rezeptfrei im Internet bestellen

Anlässlich bestehender Erektionsprobleme fühlen sich viele Männer unwohl dabei in die Apotheke zu gehen und nach Viagra zu fragen. Es wäre ihnen viel lieber das Medikament im Internet bestellen zu können.

Potenzmittel auch ohne Erektionsprobleme? Was spricht dafür?

Die Einnahme von Potenzmitteln kann auch ohne sichtbare Notwendigkeit zu einer Verbesserung der eigenen Lebensqualität führen. Auf der einen Seite dient die Einnahme als eine Art "Rückendeckung". Auf der anderen Seite wird die Erektion von vielen Männern als noch intensiver empfunden, was zu einem einzigartigen Erlebnis führen kann.

Bei sexueller Unsicherheit, Stress auf der Arbeit oder in der Beziehung, dem Wunsch nach längerem Geschlechtsverkehr oder schlichtweg mehr Möglichkeiten kann die Einnahme von Potenzmitteln auch für normale Männer interessant und ratsam sein. Die Präparate steigern nachweislich das eigene sexuelle Empfinden, erhöhen die Stimulation und führen zu stärkeren Orgasmen. Nach Absprache mit dem Arzt kann jeder Mann von der Wirkung von Viagra profitieren.

Viagra-Mythen erklärt und widerlegt!

Peinliche andauernde Erektion?

Lange Zeit geisterten die Mythen von andauernden und nicht zurückgehenden Erektionen durch die Einnahme von Potenzmitteln im Kopf vieler Männer herum. Demnach käme eine Erektion durch die bloße Einnahme des Medikamentes zustande und würde solange anhalten, bis alle Wirkstoffe im Körper abgebaut wurden. Nichts liegt jedoch ferner als das. Eine Erektion kann auch trotz der Einnahme von Sildenafil nur dann zustande kommen, wenn der Wunsch nach sexueller Stimulation besteht und der Mann im Allgemeinen erregt ist. Männer müssen also absolut keine Angst vor unangenehmen Überraschungen haben, beispielsweise wenn der Geschlechtsverkehr nach der Einnahme des Präparates doch nicht zustande kommt. Unglücklich dauererigierte Glieder durch Potenzmittel gibt es nur im Film. Erst wenn der Kopf in Stimmung ist, kann auch der Körper sein Nötiges dazu tun.

Schlecht für Männer ohne Potenzprobleme?

Die Nebenwirkungen von Potenzmitteln sind für junge und gesunde Männer absolut kein Problem. Viele Männer nehmen potenzsteigernde Präparate, obwohl sie überhaupt keine Leiden mit ihrer Potenz haben. Sildenafil kann die sexuelle Stimulation in vielerlei Hinsicht intensivieren und verstärken. Viele Männer berichten von äußerst sinnlichen Erlebnissen dank der Einnahme von Viagra. Es spricht also nichts dagegen sich auch ohne erektile Dysfunktion das Medikament vom Arzt verschreiben zu lassen. Wer sich unsicher ist, kann es auch einfach mal ausprobieren. Wer für sich im Nachhinein große Unterschiede und Verbesserungen feststellt, darf als gesunder Mann auch uneingeschränkt von der verblüffenden Wirkung von Potenzmitteln profitieren.

Sex auf "Knopfdruck"?

Viele Männer denken vielleicht, dass der Geschlechtsverkehr mit der Einnahme von Potenzmitteln viel mehr geplant werden muss und die Spontaneität darunter leidet. Die besonderen und intensiven Erlebnisse durch Sildenafil machen diese Zweifel jedoch schnell zunichte. Zudem kann die Einnahme von Potenzmitteln zu einer ganz unkomplizierten Routine werden, ohne dass sie den Geschlechtsakt in irgendeiner Weise stört oder "unromantischer" macht. Ganz im Gegenteil.