Viagra-Generika: Gibt es Unterschiede zum Original?

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Viagra-Generika: Lieber zum Original greifen?

Wie bei anderen Medikamenten tauchen immer wieder Vorbehalte beim Anwender auf, ob denn das preisgünstigere Generikum auch die gleiche Qualität hat. Gerade in einem so sensiblen Bereich wie Erektionsproblemen ist diese Frage von hoher Bedeutung. Denn wer wird nicht im Zweifelsfall lieber zum teureren Original greifen, wenn es um das eigene erfüllte Sexualleben und das seiner Partnerin geht? Schauen wir uns die Sache also genauer an.

Wirkstoff Sildenafil

Der entscheidende Wirkstoff in Viagra heißt Sildenafil. Zunächst fand dieser Wirkstoff jahrzehntelang Verwendung in der Behandlung von Blutdruckstörungen. Die zuverlässige Hilfe bei erektilen Dysfunktionen ist eher zufällig entdeckt worden. Der Pharmakonzern Pfizer hat sich den Einsatz von Sildenafil unter dem Namen Viagra zum Zweck der Behebung erektiler Störungen patentieren lassen und vertreibt das Produkt seitdem mit großem wirtschaftlichen Erfolg. Im November 2017 ist das Patent auf Viagra ausgelaufen. Damit eröffnet sich die Möglichkeit zur Herstellung gleichwertiger Nachahmungen, sogenannter Generika, für weitere Produzenten von Arzneimitteln. Unter Namen wie
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sind seitdem diverse Generika auf den Markt gekommen. Sie enthalten den gleichen Wirkstoff wie Viagra und entsprechen diesem somit auch in der Wirkung.

Kann man denn darauf vertrauen, dass die Generika genau den gleichen Wirkstoff enthalten wie das Original?

Nach dem geltenden strengen Arzneimittelgesetz muss zunächst das Original aufwendige Tests und Prüfverfahren durchlaufen, bevor es für den Endverbraucher zugelassen worden ist. Das gilt besonders für die Erstzulassung eines Medikaments, dessen Wirksamkeit und Unschädlichkeit durch lange Testreihen belegt werden muss. Dies wird über eine Arzneimittelbehörde gesteuert. Sie hat auch das geltende Arzneimittelgesetz erstellt, nachdem alle Medikamente ein Verfahren zur Zulassung durchlaufen.

Generika können erst nach Auslaufen des Patentes des Originalherstellers produziert werden. Das bedeutet, dass der eigentliche Wirkstoff sich schon über eine lange Zeit bewährt hat. Somit ist für die Herstellung eines Generikums nicht mehr die Wirksamkeit des wesentlichen Wirkstoffes nachzuweisen. Dadurch vereinfacht sich das Prüfverfahren. Nichtsdestotrotz werden grundsätzlich alle Teile des Zulassungsverfahrens durchlaufen, bevor das Generikum für den Markt zugelassen wird. Dabei wird der Produktions- und Verpackungsprozess darauf überprüft, ob der Wirkstoff in der vorgesehenen Konzentration tatsächlich enthalten ist.

Neben der deutschen Prüfung werden die Generika auch durch die europäische Zulassungsbehörde geprüft. Verweigert diese aufgrund eigener Bedenken die Zustimmung, kann die nationale Behörde sich dem nicht entgegenstellen. Erst bei einer Abstellung festgestellter Mängel kommt das Medikament in die Apotheke.

In der gesamten Kette von der Produktion über den Vertrieb bis zum Verkauf an den Endbenutzer werden außerdem wie bei allen Medikamenten und Generika regelmäßige Kontrollen durchgeführt, um eine Fehldosierung auszuschließen.

Wie wirkt sich die Zulassung von Viagra Generika auf den Preis aus?

Wie alle Generika ist auch ein Viagra Generikum deutlich preisgünstiger. Daher sind diese ja so beliebt bei den Krankenversicherern. Bei insgesamt steigenden Kosten für Medikamente und Behandlungen nehmen diese gerne die Gelegenheit wahr, die Verschreibung von Generika zu fordern. Dazu schließen sie entsprechende Rabattverträge mit den Herstellern ab, die zur Folge haben, dass der Patient in der Apotheke nur das vertraglich vereinbarte Medikament bekommt. Das bedeutet aber auch für den privaten Kauf der Viagra Generika eine deutliche Ersparnis.

Wieso sind Generika so viel preisgünstiger als die Originale?

Zunächst mal liegt auf der Hand, dass der Aufwand, in der Forschung ein neues wirksames Arzneimittel zu entwickeln, weitaus höher ist als der Nachbau eines vorhandenen und wirksamen Medikaments.

Mit der Entdeckung eines Wirkstoffes ist es außerdem noch lange nicht getan. In aufwendigen und langwierigen Testreihen muss die Wirkungsweise exakt nachgewiesen werden. Schon damit können Jahre mit den entsprechenden Kosten für Personal und Material ins Land gehen. Das geschieht in entsprechenden Forschungsinstituten, die erst mal vom Pharmakonzern finanziert werden müssen. Erst in weiteren Schritten kann das neue Medikament auf Verträglichkeit und Unbedenklichkeit bezüglich möglicher Nebenwirkungen an Menschen getestet werden.

Erst dann kann der Zulassungsprozess eingeleitet werden. Oft müssen dabei noch Verbesserungen durchgeführt werden, die die Zulassung erheblich verzögern können. Erst dann ist das Medikament zugelassen, und der Hersteller lässt es sich für 20 Jahre patentieren. In dieser Zeit hat dieser das exklusive Recht an Produktion und Vertrieb des Medikaments und kann deshalb auch den Verkaufspreis festlegen.

Nach dieser Zeit ist es auch anderen Herstellern erlaubt, ein Generikum herzustellen, ohne sich vorher um die Forschung und Prüfung des Wirkstoffs kümmern zu müssen. Dadurch werden erhebliche Kosten eingespart,was sich wiederum auf den Verkaufspreis auswirkt. Wie oben beschrieben muss allerdings der Wirkstoff nachgewiesen werden. Auch eine Testreihe am Menschen gehört zum Zulassungsprozedere eines Viagra Generikums.

Bei bekannten Generika wie im Falle der Viagra Generika konkurrieren mehrere Hersteller um den umfangreichen Markt. Das führt zu Preiskämpfen, in denen die Konkurrenten sich gegenseitig unterbieten, um sich ihren Teil des Marktes zu sichern. Durch die gleichwertige Zulassung und die kontinuierliche Kontrolle der Viagra Generika ist dabei sichergestellt, dass der Verbraucher keine Nachteile gewärtigen muss.

Wie wird die Qualität von Viagra Generika sichergestellt?

Wie alle Medikamente erscheint ein zugelassenes Generikum in der Medikamentenliste des deutschen Marktes auf. Damit ist die Arzneimittelbehörde für die regelmäßige Kontrolle zuständig. In regelmäßigen Abständen werden an verschiedenen Stellen des Produktionsprozesses Proben genommen und im unabhängigen Labor überprüft. Bei Bedenken werden sofort alle produzierten Medikamente aus dem Verkehr gezogen. Eine Information geht an alle Apotheken, den Verkauf einzustellen. In einer Rückrufaktion werden alle betroffenen Mittel einer Chargennummer sichergestellt.

Bestehen Bedenken gegen einen Wechsel zum Viagra Generikum?

Die Einnahme von Generika ist grundsätzlich unbedenklich, da der Wirkstoff der gleiche ist. Kommt es wider Erwarten zu Unverträglichkeiten, ist allerdings die weitere Nutzung des Originals zu empfehlen, um jeden Zweifel auszuschließen.