Nebenwirkungen von Viagra

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Nebenwirkungen von Viagra

Medikamente haben neben der Hauptwirkung auch unerwünschte Nebenwirkungen. Das verschreibungspflichtige Potenzmittel Viagra (Wirkstoff Sildenafil) gehört ebenfalls zu den Medikamenten mit Nebenwirkungen. Welche das sind und in welcher statistischen Häufigkeit sie auftreten, ist in diesem Ratgeber festgehalten.

Sehr häufige sowie häufige Nebenwirkungen

Erkrankungen des Nervensystems gehören zu den häufigsten Nebenwirkungen von Viagra. Das Potenzmittel verursacht sehr häufig Kopfschmerzen. Die häufig auftretenden Schwindelsymptome sind Anzeichen, die einer Nervensystemerkrankung zuzuordnen sind.

Sehstörungen kommen als Nebenwirkung häufig vor. Zu den weiteren Erkrankungen der Augen zählen eine veränderte Farbsicht (Chromatopsie, Erythropsie, Chloropsie, Xanthopsie, Zyanopsie) und eine verschwommene Wahrnehmung.

Gefäßerkrankungen äußern sich in Rötungen der Haut (auch „Flush“ genannt) und Hitzewallungen. Der Brustkorb und die Atemwege sind bei den häufigen Nebenwirkungen durch eine verstopfte Nase betroffen.

Sildenafil verursacht Erkrankungen im Gastrointestinaltrakt, die häufig mit Verdauungsstörungen (Dyspepsie) sowie Übelkeit einhergehen.

Die Wahrscheinlichkeit, eine der sehr häufigen Nebenwirkungen zu bekommen, liegt bei weniger als 1 von 10 Patienten. Bei weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 10 Behandelten treten die häufigen Nebenwirkungen auf.

Gelegentliche Nebenwirkungen von Sildenafil (Viagra)

Gelegentlich treten unerwünschte Wirkungen auf, die 1 bis 10 Patienten von 1000 betreffen können. Dazu gehören gelegentliche Überempfindlichkeiten des Immunsystems und Entzündungen der Nasenschleimhaut. Die Rhinitis (Nasenschleimhautentzündung) gehört zu den parasitären Erkrankungen sowie den Infektionskrankheiten.

Gelegentlich treten unter der Einnahme von Viagra leichte Bewusstseinstrübungen mit abnormer Schläfrigkeit auf. Weitere Erkrankungen des zentralen Nervensystems können Verminderungen der Druck- und Berührungssensibilität der Haut sein (Hypästhesie).

Weitere Nebenwirkungen, die gelegentlich auftreten können, sind die Augenerkrankungen, zu denen folgende Erkrankungen gehören:

- Konjunktivitis (Bindehautentzündungen),
- Augenschmerzen,
- Flimmern bzw. Lichterscheinungen (Photopsie),
- Lichtempfindlichkeit (Photophobie),
- Störungen des Tränenflusses (Erkrankungen des Tränenapparates, trockene Augen, verstärkte Tränensekretion),
- visuelles Leuchten,
- okuläre Hyperämie (übermäßige Augendurchblutung).

Die Ohren und das Ohrlabyrinth sind gelegentlich mitbetroffen. Dazu gehören Schwindelgefühle (Vertigo) und Ohrengeräusche (Tinnitus).

In Folge der Einnahme des Potenzmittels Viagra, kann es zu Problemen mit dem Herzen kommen. Gelegentlich treten Herzunruhe (Palpitation) und Herzrasen (Tachykardie) auf. Mit Gefäßerkrankungen wie zu hohem oder zu niedrigem Blutdruck muss gerechnet werden.

Weitere gelegentliche Nebenwirkungen sind Sodbrennen, Schmerzen im Oberbauch, ein trockener Mund, Sinus-Sekretstauungen (Verstopfung der Nase), Nasenbluten (Epistaxis) und Erbrechen. Hautausschläge, Schmerzen in Muskeln (Myalgie) und den Extremitäten kommen unter der Einnahme von Sildenafil (Viagra) gelegentlich vor.

Zu den weiteren Nebenwirkungen, die gelegentlich auftreten können, gehören Brustschmerzen, eine erhöhte Herzfrequenz, das Auftreten eines Wärmegefühls im gesamten Körper, Müdigkeit und das Ausscheiden von Blut mit dem Urin (Hämaturie).

Seltene Nebenwirkungen

Bei den seltenen Nebenwirkungen sind weniger als 1 von 10.000, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten betroffen.

Zu den selten auftretenden Nebenwirkungen gehören Schlaganfälle, Durchblutungsstörungen im Gehirn (transitorische ischämische Attacken = TIA), Krampfanfälle und Krampfanfälle mit Bewusstseinsverlust (Synkope).

Im Bereich der Augen gehören folgende Erkrankungen zu den seltenen Nebenwirkungen, die bei der Einnahme von Viagra (Sildenafil) auftreten können:

- verfärbte Augenschleimhäute,
- Netzhautblutungen,
- Verletzungen der Netzhaut,
- Augenreizungen,
- Gefäßschädigungen,
- Verminderung des Sehvermögens (Gefäßverschluss),
- anomale Sinnesempfindungen,
- Schädigungen der Sehnerven (Glaukome),
- einseitige, akute Verschlechterung des Sehvermögens (NAION),
- Doppelbilder (Doppeltsehen),
- Schwellungen,
- Augen- und Augenlid-Ödeme,
- verschwommenes Sehen (Asthenopie, Myopie),
- Iriserkrankungen (Mydriasis),
- Gesichtsfelddefekte (Mouches volantes),
- Farbsäume.

Als Folge von Nebenwirkungen kann Viagra in seltenen Fällen eine Taubheit auslösen. Selten treten Empfindungsstörungen im Mundraum (orale Hypästhesia), Halsenge, Nasenödeme und trockene Nasenschleimhäute auf.

Seltene Nebenwirkungen im Bereich des Herzens sind:

- Vorhofflimmern,
- Herzrhythmusstörungen ( ventrikuläre Arrhythmie),
- instabile Angina Pectoris (Herzenge),
- Herzinfarkt,
- plötzlicher Herztod.

Sehr selten kommt es unter der Einnahme von Sildenafil (Viagra) zu einer lang anhaltenden oder dauerhaften Erektion (Priapismus, prolongierte Erektion) oder zu Blut im Sperma (Hämatospermie).

Lebensgefährlich wird es, wenn sich durch die Viagra-Einnahme die Haut als Nebenwirkung ablöst (toxische epidermale Nekrolyse, Stevens-Johnson-Syndrom).

Schmerzhafte Dauererektion (Priapismus)

Liegt der Impotenz eine echte erektile Dysfunktion zugrunde, sind die Erfolgsaussichten mit der Behandlung durch Viagra hoch. Der Arzt muss entscheiden, ob bei einer anatomischen Missbildung des Penis (Fibrose der Schwellkörper, Angulation, Peyroniekrankheit) der Gebrauch von Viagra Sinn macht (Nutzen-Risiko). Personen, die während der Wirkung von Sildenafil unter der Post-Marketing-Überwachung standen, haben Priapismus und prolongierte Erektionen als Nebenwirkungen dokumentiert.

Eine Erektion, die länger als vier Stunden andauert, ist krankhaft. Das Potenzmittel sollte umgehend abgesetzt und ein Arzt aufgesucht werden. Die dauerhafte Erektion kann zu irreparablen Gewebeschäden im Penis und zu einer dauerhaften Impotenz führen. Der Mann ist in diesem Fall unfähig, die körperliche Penetration des Geschlechtsaktes durchzuführen.

Patienten, die unter Leukämie, Sichelzellanämie und Plasmozytom leiden, sind anfälliger für Priapismus.

Blaues Sehen

Unter der Einnahme von Viagra kommt es häufig zu einer Sehstörung. Das „Blaue Sehen“ ist ein blauer Schleier und eine vorübergehende Sichtwahrnehmung, die mit Abklingen der Wirkung und bei regelmäßiger Einnahme des Medikamentes meistens verschwindet.

Bei zu häufiger Einnahme von Viagra kann die Sicht verschwimmen.

Das „blaue Sehen“ ist eine harmlose Nebenwirkung des PDE-5-Hemmers Sildenafil. Die blaue Sicht klingt ohne bleibende Folgen ab und hinterlässt keine Schädigungen an der Netzhaut. Wenn die Voraussetzungen für die Einnahme des Potenzmittels unproblematisch sind, ist es für den Konsumenten ungefährlich.

Muskelschmerzen (Myalgie)

Die Arterien, die durch das Potenzmittel geweitet werden, befinden sich nicht nur im Penis, sondern im gesamten Körper. Durch diese arterielle Weitung kann es zu Verletzungen im Muskelbereich kommen und Schmerzen auslösen. Dies passiert bei häufigerem Gebrauch des Mittels und treten gelegentlich auf. Die Muskelschmerzen sind vergleichbar mit einem starken Muskelkater, der nach einer schweren, körperlichen Betätigung auftritt. Der Schmerz vergeht, wie die Wirkung von Viagra, nach kurzer Zeit.

Dyspepsie

Verdauungsstörungen sind eine typische und häufige Nebenwirkung von Viagra. Unter dem Begriff „Dyspepsie“ werden alle unterschiedliche Erkrankungen zusammen gefasst. Zu den Symptomen gehören Erbrechen, Durchfall und ein trockener Mund. Die häufigste Nebenwirkung ist die Übelkeit. Sildenafil löst Sodbrennen und Magenschmerzen aus und stört den Ablauf der Verdauung. Die Symptome der Dyspepsie sind harmlos und klingen mit dem Nachlassen des Wirkstoffes Sildenafil wieder ab. In seltenen Fällen können bleibende Schäden entstehen.