Der Wirkstoff Sildenafil

TEST SUBTEXT

Der Wirkstoff Sildenafil

Sildenafil wird zur Behandlung von erektiler Dysfunktion angewendet und kann Männern mit diesem Problem helfen, ihr Sexualleben wieder besser auszuleben. Sildenafil ist in seiner Wirkung erprobt und ist der Wirkstoff, welcher im als Viagra bekannten Präparat verwendet wird.

Das Mittel gehört zu den Phosphodiesterase-Typ-5(PDE5)-Hemmern und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz ein verschreibungspflichtiges Präparat. Sildenafil liegt in diesen Präparaten als Citrat vor. Es gibt unterschiedliche Präparate mit unterschiedlichen Namen zur Behebung der erektilen Dysfunktion, welche Sildenafil als Wirkstoff haben. Ferner gibt es noch andere Wirkstoffe zur Behandlung der erektilen Dysfunktion, darunter zum Beispiel Avanafil, Tadanafil und Vardenafil.

Geschichte

Ursprünglich wurde Sidenafil zur Behandlung der Angina pectoris (Brustenge) erforscht und entwickelt. Die Wirkung auf das männliche Glied wurde eher zufällig entdeckt. Dabei forschte man in England Anfang der 1990er-Jahre, wobei sich herausstellte, dass der Wirkstoff zur Behandlung des Herzens doch nicht geeignet war. Die Wirkung auf das männliche Glied veranlasste Pfizer dann dazu, den Wirkstoff patentieren zu lassen. 1998 brachte das US-Amerikanische Unternehmen die bekanten blauen Pillen auf den Markt: Das Viagra wurde geboren.

Schließlich lief das Patent für die exklusive Nutzung von Sildefanil als Helfer bei erektilen Störungen aus. Es konnten diverse Generika auf den Markt kommen, die größtenteils günstiger und leichter zu beschaffen sind als Viagra. Zudem entfielen bei den Anbietern der Generika die Forschungskosten, was die Medikamente noch günstiger macht. Die Wirkung und der Wirkstoff sind allerdings identisch. Die Tabletten sehen aber anders aus und sind meist schlicht weiß gehalten. Die Generika erfreuen sich großer Beliebtheit, weil sie meist leichter zu beschaffen und günstiger sind. Der Internet-Handel mit Mitteln zur Behandlung von erektiler Dysfunktion floriert. Eine ärztliche Konsultation sei dennoch angeraten.

Der Wirkstoff Sidenafilwar der erste, der eine nebenwirkungsarme und unkomplizierte Besserung bei Erektionsstörungen brachte. Das Mittel wurde in Form von Viagra schnell populär, hat Einzug in die Popkultur gefunden und ist ein häufig beworbenes Produkt in Spam-Mails.

Wirkung und Wirkmechanismus

Eine erektile Dysfunktion bedeutet für die Betroffenen, dass keine für den Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion aufgebaut werden kann. Für betroffene Männer bedeutet dies oftmals einen großen Einschnitt in ihrer Lebensqualität. Sildenafil hilft dabei, die Erektion wieder aufzubauen.

Sildenafil wirkt über eine indirekte Gefäßerweiterung: Es hemmt die Bildung eines bestimmten Enzyms, welches wiederum den Botenstoff cyclisches Guanosinmonophosphat abbauen würde. Dieser ist aber dafür verantwortlich, dass sich die Muskulatur verkleinert und entspannt. Dies wiederum bewirkt eine Weitung der Blutgefäße, was bedeutet, dass mehr Blut ins Glied fließen kann. Die Schwellkörper bleiben damit entspannt, was zu einem erhöhten Blutfluss und schließlich zum Aufbau einer Erektion führt.

Die Wirkung kann aber in der Regel nur einsetzen, wenn das entsprechende Hormon überhaupt freigesetzt wird. Dies ist nur bei sexueller Stimulation der Fall: Wird ein Mann, der Sildenafil eingenommen hat, nicht sexuell stimuliert (in welcher Form auch immer), kommt es nicht zu einer Erektion.

Sildenafil wird auch zur Behandlung von Bluthochdruck oder Lungendruck erfolgreich verwendet. Der Wirkstoff kann tendenziell überall im Körper eine Entspannung der Muskulatur mit einhergehender Gefäßerweiterung verursachen.

Wann wird Sildenafil verschrieben?

Die Inzidenz zum Verschreiben von Sildenafil ist gegeben, wenn die erektile Dysfunktion mindestens sechs Monate anhält und es in mindestens zwei Dritteln aller Versuche, eine Erektion aufzubauen, nicht gelingt. Dabei ist es unerheblich, ob die Erektion als zu weich empfunden wird oder kaum oder gar nicht mehr zustande kommt. Angestrebt wird eine volle Erektion, die ein Nutzen des Gliedes beim Geschlechtsverkehr wieder normal möglich macht.

Dennoch sollte im Verlauf des Gesprächs mit einem Arzt für Männergesundheit auf mögliche Ursachen eingegangen werden. Zuweilen ist die Ursache für erektile Dysfunktion nicht physischer sondern psychischer Natur. Auch eventuell auslösende Krankheiten müssen vorher ausgeschlossen beziehungsweise bestätigt werden

Anwendung und Dosierung von Sildenafil?

Die Anwendung von Sildenafil besteht in der Einnahme einer Tablette, welche circa 30 Minuten vor dem eigentlichen Geschlechtsakt eingenommen wird. Hierfür wird das Einnehmen mit einem Glas Wasser empfohlen. Wurde unmittelbar vor der Einnahme gegessen, kann es zu einem verzögerten Wirkungseintritt kommen. Dies gilt besonders bei fettreicher Nahrung.

Die Dosierungen betragen 25 mg, 50 mg oder 100 mg. Begonnen wird zumeist mit einer Dosierung von 50 mg, die je nach Erfolg herauf- oder herabgesetzt wird. Es wird dringend davon abgeraten, weniger als 24 Stunden zwischen zwei Einnahmen vergehen zu lassen, da es sonst zu Nebenwirkungen kommen kann. Niemals sollten mehrere Tabletten eingenommen werden, weil etwa die Wirkung nicht einsetzt. Entsprechend müssen Männer, die Sildenafil-Präparate verwenden, hierauf achten.

Erwähnenswert ist, dass Arginin die Wirkung verstärken kann. Diese Aminosäure findet sich gerösteten Erdnüssen, Kernen, Hülsenfrüchten, Vollmilch und Hühnereiern. Eine entsprechende Ernährung kann also beim Überkommen der erektilen Dysfunktion unterstützend wirken.

Es kann auch zuweilen ohne sexuelle Stimulation zu einer Erektion kommen. Allerdings ist es so, dass sexuelle Stimulation für eine bessere, länger anhaltende Erektion sorgt. Entsprechend sollte das Mittel auch nur eingenommen werden, wenn Geschlechtsverkehr geplant oder sehr wahrscheinlich ist. Eine tägliche Einnahme pro forma ist überflüssig und hiervon wird auch abgeraten.

Gegenanzeigen, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen

Menschen mit geschwächter Leber oder Niere können teilweise nicht von der Wirkung von Sildenafil profitieren. Eine sehr schwache Leber ist zudem teilweise ein Grund, das Mittel nicht zu verschreiben, da es die Leber beim Abbau belasten kann. Schwerwiegende Leber- und Nierenerkrankungen sind immer ein Ausschlusskriterium. Es würde die Schädigung der Organe mit dem Risiko eines Organversagens riskiert werden.

Ebenso verhält es sich bei einem Lebensalter von unter 18 Jahren, was aber nicht mit der für das Geschlechtsleben relevanten Wirkung erklärt wird. Stattdessen werden Potenzmittel bei Jugendlichen generell nicht angewendet, da sie sich auf den Hormonhaushalt auswirken, was wiederum Einfluss auf das Wachstum oder die sonstige körperliche Entwicklung haben kann. Dadurch würde unter anderem riskiert werden, dass die erektile Dysfunktion sich manifestiert und ein Leben lang bestehen bleibt.

Es gibt zudem eine Reihe von Nebenwirkungen, die durch die Einnahme von Sildenafil auftreten können. Zu nennen sind etwa Schwindel, Hautausschlag, verschwommene Sicht, Kopfschmerzen und Erkältungssymptome. Es können mehrere Nebenwirkungen gleichzeitig auftreten.

Die Symptome Schwindel, verschwommene Sicht und Kopfschmerzen sind Symptome, die durch den Kreislauf bedingt werden. Da Sildefanil diesen beeinflusst, verschwinden die Symptome in der Regel mit dem Abbau des Wirkstoffes. Ist dies nicht der Fall, muss dringend ein Arzt konsultiert werden.

Die anderen beiden Symptome kommen meistens durch eine Unverträglichkeit oder eine Allergie zustande. Der Arzt sollte dringend konsultiert werden. Eine starke allergische Reaktion muss in jedem Falle vermieden werden.