Die Geschichte von Cialis

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Cialis – Die Anfänge

Im Jahr 1998, genauer gesagt am 27. März dieses Jahres, brachte der Pharmakonzern Pfizer das rezeptpflichtige Potenzmittel Viagra auf den Markt. Dieses Medikament enthält den Wirkstoff Sildenafil und wirkt gegen erektile Dysfunktion (zu Deutsch: Erektionsstörung) bei Männern. Das Produkt war ein großer Erfolg und Pfizer verdiente Milliarden. Der Wirkstoff stand lange Zeit unter Patentschutz und durfte von keinem anderen Unternehmen außer von Pfizer entwickelt werden. Deshalb musste ein neuer Wirkstoff her. Nachdem es fünf Jahre lang keinen ernsthaften Konkurrenten gab, kamen später auch andere Pharmakonzerne auf die Idee ein Geschäft mit Potenzmitteln zu machen. Im Jahr 2003 wurde das Medikament Levitra zugelassen, später in diesem Jahr auch das Potenzmittel Cialis. So nahm die Geschichte von Cialis ihren Anfang.

Wie Cialis entwickelt wurde

Im Jahr 1994 suchte das Unternehmen Pfizer nach Herzmedikamenten und stieß dabei auf den Wirkstoff Sildenafil. Dieser konnte zwar nicht gegen Herzkrankheiten helfen, führte aber bei den Probanden zu schnellen Erektionen, so wurde Viagra entwickelt.

Die in der Stadt Bothwell nahe Washington ansässige Firma hatte sogar schon 1990 mit der Entwicklung ähnlicher Medikamente begonnen. Schon ein Jahr bevor Pfizer seine Forschungen begann, 1993, gab das Pharmaunternehmen Icos Studien in Auftrag, die PDE5-Enzyme untersuchen sollten. So wurde unter anderem das Enzym vom Typ IC351 entwickelt, das heute Tadalafil oder auch Cialis heißt. Die ersten Tests mit Tadalafil wurden nicht an Männern mit Erektionsstörungen durchgeführt, zeigten aber dennoch ähnliche Wirkungen wie Sildenafil. Deshalb wurde in einer zweiten Testphase intensiv mit einer Studie über Patienten mit Erektionsstörungen begonnen. Die Forschungen auf dem Gebiet waren wegbereitend für die Potenzmittel, die wir heute kennen und die von Millionen Männern gegen erektile Dysfunktion eingesetzt werden. Diese Medikamente verstärken die Erektion indem sie die Durchblutung des Penis verbessern. Sie dienen dabei nicht der sexuellen Luststeigerung. Die Wirkung entfaltet sich nur, wenn eine sexuelle Stimulation von außen erfolgt.

Um ein Medikament gegen Impotenz und Erektionsstörungen auf den Markt bringen zu können, fusionierte Icos 1998 mit einem anderen Unternehmen, Eli Lilly und Co. Lilly Pharma ist dabei kein unbekannter Name, denn das Unternehmen erlangte seine Bekanntheit erstmals in den 1930er Jahren, als es Penicillin auf den Markt brachte. Auch in den 1980er Jahren war das Unternehmen äußerst erfolgreich mit dem Antidepressivum Prozac.

Nach zwei Jahren wurde von diesem neuen Unternehmen Icos und Lilly Pharma der Antrag für Tadalafil eingereicht. In diesem wurde der Wirkstoff in Cialis umbenannt.

Wie Cialis zugelassen wurde

Im Jahr 2002 präsentierten Icos und Lilly die Ergebnisse der dritten Testphase von Cialis auf einem amerikanischen Urologenkongress. Sie stellten dabei die Wirkungen vor, die im Gegensatz zu Viagra, das nur etwa vier Stunden lang wirkt, bis zu 36 Stunden anhalten können. Diese deutlich längere Zeitspanne war ein Durchbruch. So können Männer mit Erektionsstörungen viel spontaner Sex haben ohne – wie bei Viagra – vorher genau planen zu müssen, wie die vier Stunden genutzt werden sollen. Auch die Vorstellung in Europa verlief sehr erfolgreich.

Am 21. November 2003 wurde Cialis in den USA zugelassen, schon ein Jahr zuvor kam es in Europa auf den Markt. Seitdem kann es als Medikament gegen Impotenz und Erektionsstörungen gekauft werden. Allerdings ist das Medikament – wie Viagra auch – in vielen Ländern, wie den USA oder Deutschland verschreibungspflichtig.

Wieso ist Cialis so beliebt?

Das Medikament wird auch Wochenendpille genannt, was seinen größten Vorteil schon beschreibt. Die potenzsteigernde Wirkung hält nämlich bis zu 36 Stunden an. Damit ist die Wirkung deutlich besser als bei Viagra, welches nur vier Stunden wirkt. Wochenendpille heißt Cialis deshalb, weil man es Freitagabend einnehmen kann und bis Sonntagmorgen potent bleibt.