Was ist Impotenz?

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Was ist Impotenz?

Potenz ist für die meisten Männer gleichbedeutend mit erfüllter Sexualität. Doch nicht immer klappt es entsprechend den persönlichen Vorstellungen. Wann ist ein Mann impotent? Der Begriff Impotenz besitzt ein negatives Image. Viele Männer gehen von falschen Annahmen aus oder verwechseln eine vorübergehende Erektionsschwäche mit einer nachweisbaren Impotenz. Obwohl das Interesse rund um das Thema Sexualität sehr groß ist, sind die Ursachen, die zu Erektionsstörungen führen, häufig unbekannt. Die meisten Betroffenen scheuen sich, mit ihrer Partnerin oder dem Hausarzt über dieses Problem zu sprechen. Dabei leiden in Deutschland circa 4 bis 6 Millionen Männer unter Erektionsproblemen. Mit steigendem Lebensalter tritt die erektile Dysfunktion häufiger auf. Genaue Zahlen werden jedoch bei einem Tabuthema wie diesem nicht veröffentlicht. Der Begriff Impotenz stammt ursprünglich aus der lateinischen Sprache und bedeutet übersetzt "nicht können". Im sexuellen Verhalten ist es allerdings völlig normal, dass es mit der Erektion gelegentlich einmal nicht klappt. Fast jeder Mann hat es in seinem Sexualleben bereits einmal oder mehrfach erlebt, dass es trotz liebevollem Zusammensein mit der Partnerin nicht zu einer Erektion kommt oder diese nicht hart genug für einen befriedigen Verkehr ist. Dies ist eine völlig normale Reaktion des Körpers und keineswegs krankheitsbedingt. Die erektile Dysfunktion führt zu einer vorzeitigen Erschlaffung des Penis. Wenn der Penis nicht mehr steif wird, ist ein befriedigender Sex trotz sexueller Lust nicht mehr möglich. Potenzprobleme können grundsätzlich in jedem Alter auftreten. Eine Potenzstörung ist vor allem für Männer (aber auch für Frauen) mit großem Leidensdruck verbunden. Meist handelt es sich bei Potenzschwierigkeiten über eine vorübergehende Erscheinung, die das Sexualleben nicht beeinträchtigt und mit wirklicher Impotenz nichts zu tun hat. Gelegentliche Erektionsstörungen haben völlig harmlose Gründe. Im Alter ist eine nachlassende Potenz vollkommen normal und nicht behandlungsbedürftig. Falls der seelische Leidensdruck zu groß ist, sollte der Mann einen Arzt aufsuchen und mit ihm über geeignete Maßnahmen sprechen.

Männliche Wechseljahre verändern die Erektion

In jungen Jahren fällt die Erektion gewöhnlich besonders steil aus, allerdings lässt der Winkel im Laufe der Jahre nach. Viele Männer, die sich an die steile Erektion ihres Penis gewöhnt haben, sind beunruhigt und empfinden körperliche Veränderungen um das 40. Lebensjahr als krankhaft. Allerdings haben auch Männer im mittleren Lebensalter Wechseljahre. Medizinisch gilt es als vollkommen unbedenklich, dass sich der Penis nach dem 40. Geburtstag nur bis zur Horizontalen aufrichtet. Der Erektionswinkel sinkt bis zum 60. Lebensjahr weiter ab. Diese veränderte Situation kann dann Auswirkungen auf die sexuelle Aktivität haben. Wichtig ist, dass beide Sexualpartner darüber sprechen und ihre persönlichen Vorlieben an das Körpergefühl anpassen. In den meisten Fällen müssen altersbedingte Erektionsstörungen nicht behandelt werden. Für eine Erektion ist das Zusammenspiel bestimmter Hormon-, Nerven- und Blutgefäßsysteme verantwortlich. Durch die sexuelle Erregung kommt es zur Vergrößerung des Penis. Um die Gründe für eine Impotenz zu verstehen, ist es wichtig, die Ursachen, die zu Erektionsschwierigkeiten führen, nachzuvollziehen. Es gibt unterschiedliche Arten von Impotenz, abhängig davon, ob physische oder psychische Gründe den Erektionsproblemen zugrunde liegen. Während seelische Belastungssituationen als Auslöser für eine vorübergehende Störung infrage kommen, führen körperliche Probleme eher zu einer dauerhaften Impotenz, die im Idealfall erfolgreich behandelt werden kann.

Psychische Ursachen für Erektionsstörungen

Bei 20 bis 30 Prozent der Männer, die unter Erektionsschwierigkeiten leiden, sind psychische Gründe die Auslöser. Permanente Müdigkeit, Überforderung im Beruf sowie Dauerstress stören die Erektion. Psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen können eine Erektion verhindern oder dazu führen, dass sich diese nicht halten lässt. Probleme in der Partnerschaft sollten offen angesprochen werden, denn eine ungelöste Problematik zwischen beiden Sexualpartnern führt beim Mann ebenfalls zu Erektionsstörungen. Der Einfluss der Psyche auf die männliche Erektion darf dabei nicht unterschätzt werden. Eine psychogene Impotenz kann aufgrund von Angst- und Panikstörungen, Abneigung oder Schuldgefühlen gegenüber dem Partner oder aufgrund fehlendem sexuellen Interesse zur Partnerin entstehen. Von einer erektilen Dysfunktion sind auch Männer, die regelmäßig Drogen oder Alkohol konsumieren, betroffen.

Organische Ursachen, die Erektionsprobleme begünstigen

Neben seelischen Gründen gibt es ebenfalls organische Ursachen, die Erektionsprobleme auslösen oder begünstigen. Dazu zählen Krankheiten wie Diabetes, Grippe, Erkrankungen oder Leber und der Nieren sowie Arteriosklerose. In der Erholungsphase nach einer Operation kann es zu Erektionsschwierigkeiten kommen, die jedoch keiner Behandlung bedürfen und sich von selbst normalisieren. Verletzungen des männlichen Geschlechtsorgans, der Hoden oder der Blutgefäße im kleinen Becken zählen zu den organischen Ursachen von Erektionsstörungen. Auch Unfälle und Fehlbildungen im Bereich der Wirbelsäule und des Beckenbodens können die erektile Dysfunktion auslösen oder verstärken. Rauchen schadet nicht nur der Gesundheit, sondern auch der Potenz. Übermäßiges Rauchen ist eine häufige Ursache von Erektionsproblemen. Falls Grunderkrankungen wie ein Mangel an Testosteron, eine Fehlfunktion der Schilddrüse, hoher Blutdruck oder ein Hypophysenadenom vorhanden sind, müssen diese zunächst behandelt werden. Dadurch stellt sich in den meisten Fällen die Potenz wieder ein. Medikamente gegen Depressionen sowie einige harntreibende Arzneimittel, Analgetika und Schlafmittel können aufgrund ihrer Nebenwirkungen die Sexualität vorübergehend beeinträchtigen. Nach der Beendigung der medizinischen Therapie wird durch das Absetzen der Medikamente die Potenz wieder hergestellt. Da die erektile Dysfunktion bei 75 Prozent der Betroffenen auf körperliche Gründe zurückgeführt werden kann, ist es beim Auftreten erster Symptome sinnvoll, den Arzt aufzusuchen. Zu den Krankheitsbildern, die eine Erektion negativ beeinflussen können, gehören auch Übergewicht, Bandscheibenprobleme, Schlaganfall, Alzheimer oder Parkinson. Durch die gezielte Behandlung der Grunderkrankung können Erektionsprobleme meist behoben werden.

Behandlungsmöglichkeiten bei Erektionsstörungen

Viele Männer fühlen sich wie in einem Teufelskreis, wenn sich psychische und körperliche Probleme gegenseitig beeinflussen. Seelischer Druck verstärkt die negative Anspannung und macht eine Erektion und dadurch ein befriedigendes Sexualleben häufig unmöglich. Probleme mit der Erektion sollten mit dem Hausarzt besprochen werden, um den Leidensdruck zu lindern und gemeinsam mit dem Mediziner die beste Lösung für die eigenen Erektionsprobleme zu finden. Heutzutage gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, Impotenz zu behandeln. Zu den bewährten Methoden gehört neben dem chirurgischen Eingriff auch die Behandlung durch Medikamente und Injektionen. Eine Sexualtherapie ist dann sinnvoll, wenn Probleme in der Partnerschaft die Ursache für die erektile Dysfunktion sind. Alternative Heilmethoden wie die Homöopathie, physische Übungen und diverse Hausmittel werden häufig bei vorübergehenden Störungen verschrieben und haben bereits vielen Männern bei der Bewältigung von Erektionsstörungen geholfen.