Hoher Blutdruck und Impotenz

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Hoher Blutdruck in Verbindung mit Impotenz

Schon immer vermutet, wird es mittlerweile auch durch Studien belegt: Je älter die Männer werden, desto höher wird auch der Prozentsatz derjenigen, die an einer Potenzstörung namens „erektiler Dysfunktion“ leiden. Hierbei handelt es sich um das Nachlassen der Erektionsfähigkeit. Doch nicht nur das, auch die Lust der Männer, also die Libido, nimmt zusätzlich zu den Potenzproblemen ab. Dieser Zustand kann sowohl körperlich als auch seelisch sehr belastend für die betroffenen Männer sein. Besonders schlimm daran: Die meisten Männer reden nicht über ihre Probleme, sondern versuchen, allein damit fertig zu werden. Häufig stellt sich dies als Fehler heraus, da die an erektiler Dysfunktion leidenden Personen sich selbst nur noch mehr unter Druck setzen. Außerdem gelten Erektionsstörungen in der Gesellschaft noch immer als Tabuthema. Etwas, das dringend geändert werden sollte.

Doch was genau ist passiert eigentlich bei erektiler Dysfunktion? Dabei handelt es sich um die Tatsache, dass ein Mann Erektionsprobleme hat. In über zwei Dritteln aller Fälle ist der Mann hierbei nicht in der Lage eine Erektion zu bekommen oder diese zu behalten. Ein sehr belastendes Problem, da dies den Geschlechtsverkehr unmöglich macht.

Eine der Ursachen, die wohl am häufigsten für diese Potenzprobleme sorgt, ist ein dauerhaft hoher Blutdruck bzw. ein zu hoher Blutdruck. Betrachten wir einmal die USA. Die USA sind bekannt dafür, dass viele Menschen unter Übergewicht leiden, was in erster Linie mit ihrem Lebensstil zusammenhängt. In einer Studie wurden Männer zwischen 40 und 79 Jahren betrachtet. Das Ergebnis sagt aus, dass hoher Blutdruck bei etwa der Hälfte aller Männer in dieser Altersgruppe ein Problem darstellt. In einer ähnlichen Studie fand man zudem heraus, dass ungefähr 70 % der Männer mit Potenzproblemen zu tun haben und etwa 45 % von ihnen sogar über Impotenz klagen. Pauschal über Impotenz zu sprechen ist im Allgemeinen immer etwas unpräzise, sagt aber dennoch aus, wie es um diese Männer steht. Auch eine Studie der Universität Köln bestätigte im Jahr 2000 diese Untersuchungsergebnisse. Zieht man noch die Ergebnisse weiterer Studien hinzu, dann lässt sich Folgendes feststellen: Bei den Personen, die jünger als 40 - 49 Jahre alt sind, ist beinahe jeder zehnte Mann von Erektionsproblemen betroffen. Betrachtet man jedoch die Gruppe der 60 – 69-jährigen, dann stellt man fest, dass hier die erektile Dysfunktion schon bei jedem Dritten zu verzeichnen ist.

Bei all diesen Studien sticht ganz klar der Zusammenhang zwischen dem Lebensstil der Menschen, ihrem Blutdruck und ihrer Impotenz hervor.

Ein hoher Blutdruck ist also in den meisten Fällen untrennbar mit Erektionsproblemen verbunden. Damit es zu einer Erektion kommt, sammelt sich in den drei dafür verantwortlichen Schwellkörpern Blut, wenn der Körper sexuell erregt ist. Das Ergebnis ist ein steifer Penis. Hoher Blutdruck sorgt nun dafür, dass die Blutgefäße und besonders die Gefäßwände Beschädigungen davontragen. Das zarte und doch so wichtige Zusammenspiel von Schwellkörpern und Blut wird durch diese Schädigungen unterbrochen oder zumindest beeinträchtigt. Es gelangt einfach nicht ausreichend Blut in die für eine Erektion wichtigen Gefäße, was zur Folge hat, dass der Penis nicht steif werden kann. Grund sind durch den Bluthochdruck hervorgerufene Verkalkungen in den Kapillaren, also in den feinen Verzweigungen des Gefäßsystems des menschlichen Körpers. Dieses Problem lässt sich jedoch ganz gut mit einem geänderten Lebensstil beheben. Bei erektiler Dysfunktion können Medikamente eine lohnende Unterstützung sein, um das Problem wieder in den Griff zu bekommen.

Die medikamentöse Behandlung

Dass ein hoher Blutdruck mit Impotenz in Verbindung steht, das ist schon lange bekannt. Das Thema wurde medizinisch bereits sehr gut untersucht und erforscht. Überwindet sich der Mann erst einmal, einen ärztlichen Rat einzuholen, dann kann ihm eigentlich relativ einfach und schnell geholfen werden. Die Behandlung unter dem Gesichtspunkt eines zu hohen Blutdrucks ist heute kein Geheimnis mehr. Dennoch gibt es Faktoren bei einer Therapie, die widerstreitend sind und sich eigentlich gegenseitig ausschließen.

Ein Beispiel dazu: Hoher Blutdruck wird im Normalfall mit Mitteln behandelt, die blutdrucksenkend sind. Sicher, der Blutdruck kann dadurch wieder in normale Werte zurückgedrängt werden. Allerdings kann diese Behandlung auch Auswirkungen auf die Geschlechtsorgane haben. Das bedeutet, dass durch die blutdrucksenkenden Mittel die feinen Verästelungen des Gefäßsystems geschädigt werden können. Das schließt die Gefäße des Geschlechtsorgans mit ein. Den Blutdruck kann man so in den Griff kriegen, das Problem der Impotenz ist dadurch jedoch nicht gelöst.

Viele Männer sehen ihre sich langsam aufbauende Impotenz als eine Beeinträchtigung ihrer Männlichkeit. Dies kann in vielen Fällen sogar zu einer Depression führen. Der Einfluss der Seele auf den Körper sollte nicht unterschätzt werden. Viele körperliche Beschwerden werden erst durch seelische Probleme ausgelöst. Man sollte das also nicht auf die leichte Schulter nehmen. Aber es gibt auch gute Nachrichten: Bei erektiler Dysfunktion lässt sich wunderbar mit Medikamenten entgegenwirken. Viele Betroffene berichten, dass es ihnen schon nach kurzer Zeit wieder besser ging.

Wichtig ist, sobald Sie merken, dass etwas nicht mehr so läuft wie es laufen sollte, vertrauen Sie sich jemandem an. Es hilft Ihnen überhaupt nichts, wenn Sie es geheim halten. Im Gegenteil, die seelische Belastung nimmt dadurch nur noch weiter zu. Sie setzen sich selber unter Druck, was eine Linderung der Beschwerden ausschließt. Reden Sie mit einem Arzt. Dieser kann mittels Untersuchungen herausfinden, was die Ursachen für Ihre Potenzprobleme sind. So könnte bei Ihnen beispielsweise ein hoher Blutdruck für Ihre Probleme verantwortlich sein. Je nach dem, was für eine Ursache herausgefunden wird, kann der Arzt Ihnen eine entsprechende Therapie empfehlen. Diese kann sowohl in Form von Medikamenten oder durch kleine Veränderungen in Ihrem Alltag stattfinden. Auch hier kann Ihnen der Arzt hilfreiche Tipps geben, wie Sie schon mit kleinen Dingen Ihren Lebensstil verbessern können. Wichtig ist nur, dass Sie sich nicht schämen und das Thema offen ansprechen.

Therapie durch veränderten Lebensstil

Erfolge lassen sich nicht nur mit Medikamenten herbeiführen. Schon ein veränderter Lebensstil kann eine große Wirkung haben. Machen Sie sich bewusst, was Sie mit einer lebensbejahenden Ernährung erreichen können. Stellen Sie sich vor, wie gesündere Essgewohnheiten sich auf Ihren Körper auswirken könnten. Schon lange ist bekannt, dass gesundes Essen durchaus Spaß machen kann. Es muss weder langweilig noch unappetitlich sein. Im Gegenteil, probieren Sie etwas Neues aus, gehen Sie mit offenen Augen durch den Supermarkt und probieren Sie neue Rezepte. Sie werden sehen, gesunde Ernährung ist nicht schwer und tut Ihrem Körper gut. Sicher, es ist am Anfang schwer, die alten Gewohnheiten abzulegen. Haben Sie es aber erst geschafft, dann werden Sie sich deutlich besser fühlen. Probieren Sie es aus.

Gesunde Ernährung allein ist aber noch nicht alles. Ein ebenfalls sehr wichtiger und vor allem hilfreicher Punkt ist die Bewegung. Sport ist eine der besten Unterstützungen in jeder Therapie. Ausreichend Bewegung senkt den Blutdruck und wirkt sich somit auch positiv auf die Erektionsprobleme aus. Dabei geht es nicht darum, irgendwelche Rekorde zu brechen oder gleich zum Extremsportler zu werden. Es geht einfach generell darum, sich mehr zu bewegen. Jeder Schritt ist ein Schritt in die richtige Richtung. Es ist ganz einfach. Nehmen Sie einfach mal die Treppe anstelle des Fahrstuhls oder fahren Sie mit dem Fahrrad zur Arbeit oder zum nächsten Bahnhof. Je gesünder Sie sind, desto geringer sind auch Ihr Problem mit Impotenz.