Helfen Hausmittel bei Impotenz?

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Helfen Hausmittel bei Impotenz?

Potenz beim Mann wird von der Gesellschaft als Indikator für eine gute Gesundheit gesehen. Wenn dann eine erektile Dysfunktion auftritt, wird schnell eine körperliche Erkrankung als Ursache vermutet. Doch auch seelische Faktoren spielen eine Rolle. In beiden Fällen können Hausmittel die Potenz verbessern. Welche Mittel wirksam sind und wann mit Impotenz besser ein Arzt konsultiert wird.

Die häufigsten Ursachen für Impotenz

Erektile Dysfunktion kann eine Reihe von Ursachen haben. Oftmals liegen mehrere Auslöser gleichzeitig vor. Generell liegen bei jüngeren Betroffenen meist psychische Gründe vor, während mit steigendem Alter zunehmend auch körperliche Erkrankungen als Ursache infrage kommen. So wird angenommen, dass bei 50-jährigen Menschen, die an einer Erektionsschwäche leiden, in 80 Prozent der Fälle eine körperliche Ursache zugrunde liegt. Bei 50 Prozent aller Betroffenen liegt eine rein organische Ursache und bei einem Drittel eine psychogene Störung zugrunde. Bei 20 Prozent der Menschen mit Potenzproblemen tritt beides zugleich auf.

Zu den häufigsten Ursachen für Erektionsstörungen zählen Drogen- und Alkoholkonsum. Auch psychischer Stress oder Leistungsdruck sind typische Auslöser, wobei seelische Unzufriedenheit und der Missbrauch von Genussmitteln oft Hand in Hand gehen. Eine erektile Dysfunktion kann allerdings auch als Folge einer Erkrankung auftreten. Bluthochdruck oder Diabetes gelten als typische Ursachen. Ebenso Verletzungen oder Operationen im Intimbereich oder im Magen-Darm-Trakt. Weitere Ursachen sind Depressionen und seelische Leiden. Knapp die Hälfte aller Betroffenen leidet aufgrund eines Diabetes mellitus, einer Arteriosklerose oder Gefäßanomalien an einer erektilen Dysfunktion. Bei Diabetikern besteht im Vergleich zu Nicht-Diabetikern sogar ein 3-mal so hohes Risiko für die Entstehung von Potenzstörungen.

Einer körperlich bedingten erektilen Dysfunktion geht oft eine schwere Allgemeinerkrankung voraus. Dazu zählen unter anderem Bluthochdruck, Arterienverkalkung oder Erkrankungen der Drüsen und des Stoffwechsel. Auch körperliche Traumata wie ein Bandscheibenvorfall oder ein Schädel-Hirn-Trauma können Potenzstörungen hervorrufen. Ebenso Fehlbildungen und Erkrankungen im Bereich des Urogenitaltraktes. Typische Auslöser sind etwa Vorhautverengungen des Penis, angeborene Missbildungen oder Tumorerkrankungen. Auch eine Schwellkörperruptur kommt als Ursache infrage.

Bei den psychischen Ursachen kommen verschiedene Störungen infrage. Urologen vermuten beispielsweise organische Erkrankungen als Auslöser. Dazu zählen Stress im beruflichen oder privaten Umfeld, aber auch hoher Leistungsdruck, Versagensängste und Burnout. Bereits bei leichten Depressionen ist die sexuelle Aktivität gehemmt. Die daraus oftmals resultierenden Persönlichkeit- und Partnerschaftskonflikte verstärken die erektile Dysfunktion noch. Bei den meisten typischen Beschwerden muss ein Arzt konsultiert werden.

So sieht die ärztliche Behandlung aus

Wird die erektile Dysfunktion frühzeitig erkannt, ist meistens eine ursächliche Behandlung möglich. Der Arzt wird den Auslöser beheben, indem er eine geeignete Arznei verschreibt oder Autogenes Training verordnet. Liegt den Beschwerden ein Testosteronmangel zugrunde, kann etwa eine Hormontherapie sinnvoll sein. Bei seelischen Ursachen ist eine therapeutische Behandlung sinnvoll. Die Therapie hängt also immer maßgeblich von der Ursache ab. Die Patienten können selbst zu einer raschen Genesung beitragen, indem sie verschiedene Hausmittel testen.

Knoblauch, Tee und Co: Die wirksamsten Hausmittel

Knoblauch galt im Mittelalter als Liebeszwiebel. Die Knolle enthält viel Zink und Molybdän sowie wertvolles Allicin, dass die Durchblutung im Intimbereich fördert. Besonders wirksam ist das Gemüse, wenn es über Nacht in Honig eingelegt wird. Mandeln und Nüsse dienen als gesunde Snacks. Sie können nebenbei gekaut werden und aktivieren durch die enthaltenen Mineralstoffe schnell das Immunsystem. Eine Portion Nüsse oder Mandeln pro Tag genügt bereits, um die positiven Effekte zu aktivieren. Besonders wirksam sind Walnüsse, denn in diesen ist der Blutgefäß-erweiternde Wirkstoff Arginin in rauen Mengen enthalten.

Spargel gilt als wirksames Potenzmittel. Das lange Gemüse wird aufgrund seiner anregenden Inhaltsstoffe – darunter die Spurenelemente Zink und Molybdän – auch „sinnlicher Stängel“ genannt. Die enthaltene Asparagin-Säure unterstreicht die positiven Effekte des weißen Spargelgewächses. Einen ähnlichen Effekt haben Artischocken. Vitamin und C und Cynarin sind nur zwei wirksame Stoffe, die sich positiv auf die Funktion der Sexualdrüsen auswirken und dadurch zur Produktion zusätzlicher Hormone beitragen. Ein Speiseplan mit ausreichend Artischocken kann die Potenz verbessern.

Potenzmittel aus der Homöopathie

In Rücksprache mit dem Arzt kann außerdem Naturlecithin ausprobiert werden. Das Heilmittel wird über mehrere Wochen eingenommen und soll die sexuelle Aktivität deutlich verbessern. Der Mediziner kann weitere Tipps geben, mit denen sich die Potenz steigern lässt – etwa durch Akupressur oder durch Massagen. Als sexuelle Druckpunkte gelten die äußeren Knöchel sowie der Akupressur-Punkt Le9 über dem Knie. Yohimbin wird aus Blättern und Rinde des Yohimbe-Baumes gewonnen. Das in Afrika und Asien heimische Extrakt hat eine psychoaktive Wirkung, reguliert die Durchblutung und hemmt körpereigene Stressreaktionen. Yohimbin, welches inzwischen auch in Apotheken erhältlich ist, kann bei regelmäßiger Einnahme die Potenz verbessern.

Bereits die alten Azteken konsumierten Damiana-Kraut. Die Substanz bringt die Muskeln zum Entspannen und wirkt vitalisierend auf den Intimbereich. Auch Damiana-Kraut ist mittlerweile in vielen Apotheken sowie im Internet erhältlich. Vor der Einnahme empfiehlt sich die Rücksprache mit einem Arzt. Andernfalls können Nebenwirkungen auftreten. Zudem können die verschiedenen Haus- und Heilmittel unter ärztlicher Anleitung risikofrei und langfristig getestet werden. Gerüche aktivieren das Unterbewusstsein. Die Aromatherapie nutzt dies, um mit Dürfen die Sexualität anzuregen. Ingwer, Kümmel und Sandelholz sind nur einige der Gewürze, die in Form von ätherischen Ölen ihre aktivierenden Gerüche verbreiten.

Gelegentlich werden Heilsteine als Mittel gegen sexuelle Probleme empfohlen. Granat oder Dioptas sind nur zwei Steine, die unter anderem die physische Regenerationskraft verbessern sollen, sondern tatsächliche körperliche Effekte auf die Erektionsfähigkeit haben sollen. Ein Ausprobieren kann sich lohnen, wenn die erektile Dysfunktion bereits seit längerem besteht und traditionelle Behandlungsmethoden keine Wirkung zeigen. Ebenfalls aus dem alten China stammt die Tradition, Aphrodisiaka aus Tieren herzustellen. Die Extrakte, welche zumeist von Kröten oder Insekten stammten, sind heutzutage nicht mehr verbreitet. Die Homöopathie bietet allerdings gleichwertigen Ersatz, etwa Bufa in der Potenz D6. Rosmarin ist ein wirksames Mittel bei Erektionsstörungen. Das Öl des immergrünen Halbstrauchs enthält unter anderem Carnosolsäure, die antioxidativ wirkt und das Immunsystem unterstützt. Außerdem sind in Rosmarinöl Stoffe enthalten, die Herz und innere Organe stärken. Rosmarin wird äußerlich angewendet. Das Öl der Pflanze eignet sich etwa als Badezusatz oder Lotion.

Erektile Dysfunktion: Weitere Gegenmaßnahmen

Neben Hausmitteln helfen verschiedene einfache Maßnahmen. Wenn die Potenz nachlässt, liegen womöglich Genussmittel wie Alkohol oder Nikotin zugrunde. Diese gilt es aufzuspüren und zu streichen. Generell sollte der Lebensstil umgestellt werden. Ungesunde Fette und Zucker werden vom Speiseplan gestrichen, während vermehrt Vitamin-E-reiche Produkte verzehrt werden sollten. Außerdem bieten sich gesunde Alternativen wie Tees und Salate an. In Begleitung von Sport kann dadurch rasch eine Besserung der Beschwerden erzielt werden. Sollte die Impotenz bestehen bleiben, empfiehlt sich ein Besuch bei einem Arzt oder Sexualtherapeuten. Sexuelle Frustration stellt eine enorme seelische Belastung dar, die in jedem Fall behandelt werden muss – ob mit Hausmitteln oder durch eine fachliche Therapie.

Heimische Küchenkräuter zur Steigerung der Potenz

Im Kräutergarten wachsen verschiedene Heilmittel, welche die Potenz steigern können. Die meisten dieser Kräuter lassen sich in Form von Tee oder sogar pur konsumieren. Besonders wirksam: der Liebstöckel. Die auch als „Liebeskraut“ bekannte Pflanze regt die Potenz durch ihren einzigartigen Geruch an. Eine innere Wirkung wird dagegen durch Petersilie erzielt. Das Kräutergewächs enthält wertvolle Vitamine, welche die Fantasie beflügeln und begleitend dazu die körperlichen Vorgänge unterstützen, die für eine aktive Sexualität benötigt werden. In Ungarn sind auch Brennnesselsamen ein beliebtes Potenz- und Sexualmittel – weil sie Hormon-artige Stoffe enthalten, die sich in heißem Wasser entfalten und bei manchen Menschen schon bei einmaliger Anwendung wirken.

Ginseng galt bei den Chinesen schon vor 2.000 Jahren als Wundermittel bei Alterserscheinungen. Heute ist es auch aufgrund seiner positiven Wirkung bei Erektionsstörungen bekannt. Sie baut Stress ab und regt die Durchblutung an – beides sind Effekte, welche die sexuelle Aktivität fördern.